SAMOLEG

Salzwassermonitoring mit LE-Geoelektrik

Projekt

Koordination:
Dipl. Geol. Karsten Baumann
Bohrlochmessung - Storkow GmbH

Partner:
Bohrlochmessung - Storkow GmbH
LIAG Hannover

Das Einbringen von CO₂ muss gegen den Druck des Porenwassers im Speichergestein erfolgen. Hierdurch besteht die Gefahr, dass sich, selbst bei gut abgedichteten Speicherformationen, die Grenze zwischen Salzwasser und den darüber liegenden "süßen" Grundwasserkörper verschiebt. Prinzipiell ist es dabei möglich, die Süß-Salzwassergrenze durch die Entnahme von Wasserproben aus Grundwassermessstellen hinreichend genau zu bestimmen. Eine sehr genaue, vertikal hochauflösende Möglichkeit zur Überwachung der zeitlichen Entwicklung der Süß-Salzwassergrenze bieten dagegen bohrlochgeophysikalische Messungen in sogenannten Wächtermessstellen oder die Nutzung von fest an der Verrohrung installierter Elektrodenstrecken.

Problematisch ist jedoch der immense Aufwand, um eine ca. 100 bis 1000 qkm große Fläche mit dieser Methode zu überwachen. Die dazu notwendige Infrastruktur eines ausreichend dichten Netzes mit Grundwassermessstellen müsste für die meisten potentiellen Speichergebiete Deutschlands erst noch geschaffen werden. Ideal wäre daher die Kombination eines geophysikalischen Oberflächenverfahrens, dass im Sinne einer Übersichtsmessung große Gebiete räumlich grob auflöst und schnell erfasst, mit der vertikal sehr hochauflösenden Bohrlochtechnik.

Eine Möglichkeit größere Erkundungstiefen bei gleichzeitig kleineren Auslagen zu erzielen bietet die Nutzung von langen Elektroden, die bereits in die zu überwachenden Grundwasserkörper hinein reichen.

Im Gebiet um die Salzkissenstruktur Beeskow-Birkholz, welche auf ihre Eignung als geologischer Speicher für CO₂ derzeit untersucht wird, liegen etwa 200 Standorte von Altmessstellen. Im Rahmen des Projektes SAMOLEG soll nun überprüft werden, inwiefern sich diese Altmessstellen für ein kostengünstiges und räumliches Monitoring der Salzwasserverteilung im Untergrund im Sinne der "Lange-Elektroden-Geoelektrik" nutzen lassen. Die Hauptzielstellung ist dabei, die Entwicklung eines Monitoringsystems, welches das Optimum zwischen notwendiger räumlicher und zeitlicher Auflösung und dem finanziellen und logistischen Aufwand darstellt.

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