SLEWS

Entwicklung einer Geodienst-Infrastruktur als Basis für Frühwarnsysteme für Hangrutschungen durch die Integration von Echtzeit-Sensoren

Projekt

Koordinator:
Prof. R. Azzam
Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie
RWTH Aachen

Partner:
RWTH Aachen
Universität Rostock
BGR Hannover
ScatterWeb GmbH Berlin

Das Projekt entwickelte ein prototypisches Sensorsystem, welches zwar prinzipiell für unterschiedliche Naturkatastrophen anwendbar ist, jedoch zunächst für Hangrutschungen optimiert wurde. Höchst flexible Sensoren und innovative Web-Technologien sind die Basis des Systems. Die Geodienstinfrastruktur (GDI) bezieht Sensortechnik, Beschaffung und Weiterverarbeitung von Geodaten, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Methoden und Modelle zur Bestimmung von hangstabilitätsrelevanten Parametern mit ein. Sowohl grundlegende Faktoren, die im Raum variieren jedoch zeitlicher Stabilität unterliegen (Topographie, etc.) als auch stark zeitvariante Auslösefaktoren (Porendruck, Erdbeben, etc.) werden für die Berechnung von Vorhersagen und Frühwarnungen verwendet.

Die Verarbeitung verschiedener heterogener Datensätze (Böschungsdeformation, klimatische und geologische Informationen, Erdbeben, Abholzung etc.) kann aufgrund einer offenen, plattformartigen Web-Architektur integriert werden.

Das Projekt erhielt über das Projektende hinaus Finanzmittel vom BMBF, um den Stromverbrauch sowie die Witterungsbeständigkeit des Gehäuses zu optimieren. Verschiedene Feldtests mit Industriepartnern werden derzeitig realisiert.

Zur Projektwebseite von SLEWS: www.slews.de

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