Distributive Geodaten

Entwicklung von Verfahren zur verbesserten Nutzbarkeit distributiver heterogener Geodatenbestände unterschiedlicher Maßstäbe durch regelbasierte Ableitung von Geoinformationen am Beispiel der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung

Projekt

Die steigende Nutzung regional begrenzter Ressourcen wie etwa Siedlungsflächen oder Brauch- und Trinkwasser erfordert in einem zukunftsfähigen Entwicklungsprozess sorgfältige Strategieentwicklungen unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte. Als wesentliches Instrument zum integrierten Management von Georessourcen werden gegenwärtig auf breiter Basis Geographische Informationssysteme eingesetzt. Diese ermöglichen die Verschneidung, Analyse und Synthese einer Vielzahl raumbezogener Daten im Hinblick auf kommunale und regionale Planungsziele.

Die zunehmende Nachfrage nach Geodaten sowohl seitens der Planungsbehörden als auch der Bürger sowie die Novellierung von Gesetzen im Bereich Boden und Trinkwasser erfordern in einem bisher nicht erreichten Ausmaß ein integriertes Vorgehen über die bisherigen Aufgabengebiete hinaus. Deutlich wird dies an der von der EU eingeführten Wasserrahmenrichtlinie, die als erste Verordnung ein Flusseinzugsgebiet als Planungsgegenstand definiert und welche nur durch ein integriertes Vorgehen über die traditionellen Blattschnitte und Verwaltungsgrenzen hinweg umsetzbar ist.

Bislang werden Geodaten jedoch auf unterschiedlichen Maßstabsebenen in verschiedenen behördlichen, universitären und privatwirtschaftlichen Einrichtungen erhoben, verwaltet und ausgewertet. Aufgrund der von den unterschiedlichen Institutionen benötigten identischen Daten ergibt sich zwangsläufig eine redundante Datenhaltung. Die digitale Fortschreibung sich verändernder Geodaten (z.B. Landnutzung über Fernerkundung) verändert zudem permanent den Betrag und die Qualität von Eingangsparametern für geowissenschaftliche Fragestellungen. Zudem überschneiden sich einzelne Projekte räumlich und inhaltlich, wodurch ein komplexes nebeneinander von Datenstrukturen mit unterschiedlichen Aktualisierungs- und Bearbeitungsstand ergibt.

Das Forschungsvorhaben griff diese Thematik auf und versuchte durch die konsequente Verknüpfung von Internettechnologie und Geoinformatik übertragbare Lösungen zu entwickeln. Dabei profitierte das Vorhaben von der heterogenen Zusammensetzung und unterschiedlichen Blickrichtung der am Projekt beteiligten Einrichtungen aus Großforschung, Universität und Privatwirtschaft.

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