AIDA

Einbeziehung von bodengeophysikalischen und geologischen Daten in die Inversion von Daten der Hubschrauberelektromagnetik (HEM)

Projekt

Koordinator:
Prof. Dr. H.-J. Götze
Institut für Geowissenschaften
Universität Kiel

Partner:
Universität Kiel
Universität Hannover
Universität Köln
TU Bergakademie Freiberg
TU Dresden
BGR Hannover

Ziel der Verbundarbeiten ist es, nutzerorientierte Informationen aus geophysikalischen Messdaten zu generieren, die physikalisch-quantitative Beschreibungen des Untergrundes z. B. der Leitfähigkeiten, Dichten, Suszeptibilitäten etc. in räumliche Strukturen und Informationen umsetzen, so dass sie der Erfahrung und dem Verständnis der Anwender entsprechen. Dies sind Strukturgeologen, Hydrogeologen, Ingenieure und andere. Die Umsetzung soll mit automatischen numerischen Verfahren, einer wirklichkeitsnahen 3D-Visualisierung und einem Prozessverständnis unterstützt werden, das die entsprechenden räumlichen Strukturen berücksichtigt.

Je näher man sich dabei der Erdoberfläche aus der Tiefe her nähert, desto größer werden Nutzungsdichte und Nutzungsvielfalt in Bezug auf die Bewirtschaftung als auch die Verfügbarkeit von Geoinformation. Deshalb soll versucht werden, den Anteil oberflächennaher, kleinskaliger Charakteristika mit großem Detailreichtum zu erfassen. Zum Erreichen dieser Ziele werden die Verbundpartner im Wesentlichen bereits vermessene Untersuchungsgebiete nutzen, die durch eine besonders hohe Dichte qualifizierter Daten der Aerogeophysik, Bodengeophysik sowie Bohrlochinformationen, Seismik etc. charakterisiert sind. Diese sollten für ausgewählte Wirtschaftsräume repräsentativ sein, um durch verbesserte, iterativ rückgekoppelte und auf Plausibilität getestete Mess- und Inversionstechnik ein erheblich verbessertes und angewandtes Verständnis für die 3D-Strukturen im Untergrund zu entwickeln um darin ablaufende Prozesse quantitativ zu beschreiben.

Da insbesondere Datensätze der Aerogeophysik schnell und flächenhaft in großer Präzision gemessen werden können und Bodendaten an darin festgestellten Strukturen gezielten Aufschluss geben können, werden bevorzugt entsprechende Datensätze der BGR für die Untersuchungen verwandt. Ziel ist es, die weitgehend optimierten Messungen der Aerogeophysik auch optimal zu prozessieren und zu interpretieren. Insbesondere die Industrie nutzt seit Jahren verstärkt die Aerogeophysik zur regionalen und lokalen Exploration. Hier gilt es, der deutschen Wirtschaft über wesentlich verbesserte Auswerteverfahren einen Vorteil zu verschaffen.

Weitere Informationen auf den Projekt-Webseiten http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/GG_Geophysik/Aerogeophysik/Projekte/laufend/AIDA/AIDA.html?nn=1555598

Mehr GEOTECHNOLOGIEN im Netz...

GEOTECHNOLOGIEN ist ein geowissenschaftliches Forschungs- und Entwicklungsprogramm und wird vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.